Durch die Installation eines automatischen Fütterungssystems lässt sich viel Arbeit einsparen. Aber auch die automatische Beifütterung geschieht nicht von selbst. In diesem Artikel finden Sie eine Reihe von praktischen Tipps. Produkte, die in automatischen Fütterungssystemen wie Pigstart, Babyfeed, Nutrix und CulinaFlex verwendet werden, wurden speziell entwickelt, um in diesen Systemen optimal zu funktionieren. Aber was muss ein solches Produkt erfüllen?

Stabilität und Frische von Ferkelmilch und Prestarter
Achten Sie beim Kauf von Milchaustauschern auf Qualität und technische Eigenschaften. Eine Ferkelmilch muss über einen längeren Zeitraum stabil in der Lösung sein und frisch bleiben. Nur so bekommt jedes Ferkel die gleiche Menge an Nährstoffen und Energie aus dem Futtertrog. Dasselbe gilt für einen hochwertigen Prestarter. Ein stabiler Brei sorgt für gute Pumpfähigkeit und verhindert Verstopfungen. Er bewahrt die Schmackhaftigkeit des Produkts und stimuliert die Absorption. Siehe Abbildung 1 für den Unterschied zwischen stabilem und sich absetzendem Brei.

links: stabiler Brei                                                      rechts: abgesetzter Brei

Technik und Einstellungen der verschiedenen Fütterungssysteme
Nach verschiedenen Studien im Denkapig-Innovationszentrum und in Praxisbetrieben hat Denkavit die besten Einstellungen für die verschiedenen Fütterungssysteme und Produkte ermittelt. Diese unterscheiden sich je nach Anforderungen des Schweinehalters, System und Produktart. Zusammen mit dem Ferkelerzeuger wird ein auf den Betrieb und die Anlage abgestimmtes Futterkonzept erstellt.
Es gibt jedoch eine Reihe von Punkten, die leicht übersehen werden. Hier einige praktische Tipps und Hinweise für automatische Fütterung:

Ferkelmilchprodukte

  • Beim Anrühren von Ferkelmilch nicht länger als eine Minute rühren. Eine hochwertige Ferkelmilch muss sich schnell auflösen.  Bei (zu) langem Mischen besteht die Gefahr der Butterbildung, wodurch die Fette (wichtige Energie für das Ferkel) aus der Milch verschwinden.
  • Wählen Sie eine Wassertemperatur von 40-45 ºC. Wegen der Verbrennung wichtiger Nährstoffe in der Ferkelmilch nie höher als 60 ºC.
  • Wählen Sie das richtige Mischungsverhältnis von 200 g Pulver/Liter Wasser

Prestarter & Transitfutter

  • Bei der Herstellung des Futterbreis den Prestarter 10 Minuten einweichen lassen.  Wir verwenden aufgeschlossenes Getreide, das eine sehr gute Verdaulichkeit gewährleistet. Diese Rohstoffe brauchen Zeit, um optimal vom Wasser aufgenommen zu werden.
  • Beginnen Sie immer mit einem Mischungsverhältnis von 280 g/l Wasser. Diese kann später in Abhängigkeit der Technik erhöht werden um die Energie- Nährstoffdichte zu erhöhen.
  • Wählen Sie eine Wassertemperatur von 35-40 ºC.

Hygiene

  • Die Systeme müssen täglich gespült werden.  Hauptkreislauf und Tropfrohre werden mit 50 ºC heißem Wasser gespült.
  • Reinigen Sie einmal wöchentlich mit einem alkalischen und sauren Reinigungsmittel.
  • Im Tank wird sich mit der Zeit auch ein Bodensatz bilden. Reinigen Sie ihn auch intensiv, denn hier wird die frische Milch oder Brei hergestellt.
  • Lassen Sie regelmäßig, einmal im Monat, Proben entnehmen und auf Hefen, Schimmelpilze und Enterobakterien untersuchen.
  • Ersetzen Sie die Fangrohre regelmäßig, alle 2 Jahre.
gespült mit Reinigungsmittel
gespült ohne Reinigungsmittel
verschmutztes Fallrohr

Lesen Sie auch diesen Artikel über die Reinigung von automatischen Fütterungssystemen (LINK FOLGT) oder wenden Sie sich an unseren Spezialisten auf dem Gebiet der automatischen Fütterung.