Verfasst durch Johannes Bock | Sales Manager Feed Additives
General, Ingredients, Kälber, Mastkälber - 27 April 2022

Landwirte und Futtermittelhersteller mussten im letzten Jahr einen unvorhergesehenen Preisanstieg bei den Rohwaren und Betriebsmitteln hinnehmen, der sich in letzter Zeit aufgrund des unvorstellbaren und brutalen Krieges in der Ukraine noch verschärft hat. Die Preise für Getreide, Eiweiß, Öle und andere Futtermittel sind auf ein Rekordniveau gestiegen, wodurch sich die Futterkosten immens erhöht haben. Gleichzeitig leidet die Branche auch unter den hohen Energiekosten. Leider kommen die entsprechenden Preissteigerungen bei Milch, Fleisch und Eiern nur langsam zum Tragen.

PROGUT UND PROGRES KÖNNEN DIE FUTTEREFFIZIENZ VON TIEREN VERBESSERN

 In der aktuellen Situation suchen Landwirte und Futtermittelhersteller natürlich nach Lösungen, um die Futtermittelpreise zu senken, sollten dabei aber nicht den entscheidenden Einfluss der Futterverwertung (Feed Conversion Ratio) auf die Produktionskosten vergessen. Hankkija’s Progut und Progres haben in zahlreichen Versuchen mit verschiedenen Tierarten gezeigt, dass sie die FCR verbessern. Die Versuchsergebnisse werden im folgenden Text kurz zusammengefasst und diskutiert.

MILCHKÜHE UND KÄLBER

 Die Futterverwertung von Milchkühen hängt weitgehend von der Effizienz der Pansenfermentation ab. Zahlreiche Versuche haben gezeigt, dass das Hefehydrolysat Progut Extra die Pansenfermentation fördert und die Produktion von mikrobieller Biomasse und flüchtigen Fettsäuren erhöht. Dies bedeutet eine effizientere Umwandlung von Futtermitteln in Protein und Energie. In drei Einzelversuchen von Kettunen et al. (2016) steigerte Progut Extra beispielsweise die Produktion von Gasen, mikrobiellen Populationen und flüchtigen Fettsäuren bei unterschiedlichen Futtermitteln. Insbesondere erhöhte es die Produktion von Propionsäure. Leistungsstudien mit verschiedenen Instituten und Forschungsbetrieben haben gezeigt, dass Progut Extra die FCR von Milchkühen um 5 – 9 % verbessern kann.

Hankkijas Harzsäureprodukt Progres, die einzige Quelle von Harzsäuren für Tierfutter, schützt das Darmepithel nachweislich vor Kollagenabbau durch entzündungsbedingte endogene Enzyme. Außerdem hat es die Länge der Dünndarmzotten bei Masthähnchen erhöht. Der verbesserte Zustand des Darmepithels und die vergrößerte Länge der Zotten verbessern die Nährstoffaufnahme und führen so zu einem besseren FCR. In Versuchen mit Kälbern verbesserte der Einsatz von Progres im Futter die FCR um 3 – 5 %.

MONOGASTRIER

Die Fähigkeit von Progres, den entzündungsbedingten Abbau von Darmgewebe zu reduzieren, ist unabhängig von der Ursache der Entzündung (Krankheitserreger, Mykotoxine, Stress usw.) und bietet den Tieren somit universelle Leistungsvorteile. In acht institutionellen Leistungsversuchen mit Broilern verbesserte der Einsatz von Progres im Futter die FCR im Durchschnitt um 3,6 Punkte (Valkonen, E. 2018). In fünf Challenge-Versuchen wurde die FCR im Durchschnitt um 7 Punkte verbessert. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Progres die FCR von Masthähnchen unter guten kommerziellen Produktionsbedingungen verbessert, aber noch mehr unter schwierigen Bedingungen. Bei Puten in der Wachstumsphase verbesserte Progres die FCR um 5 – 8 Punkte, abhängig von der Aufnahmemenge (Lipinski et al. 2020).

Aufgrund der spezifischen Hydrolyse enthält Progut einen hohen Anteil an bioaktiven Strukturen (z.B. β-Glucan und mannosereiche Glykoproteine) und weist eine erhöhte Wasserlöslichkeit auf, was die Interaktion mit Darmbakterien und Immunzellrezeptoren

verbessert. Auf diese Weise moduliert es nachweislich die Zusammensetzung der Darmmikrobiota und trainiert das Immunsystem von Jungtieren, damit diese besser mit den Herausforderungen zurechtkommen. Durch diese Funktionen verbesserte Progut die FCR von abgesetzten Ferkeln um 5 – 10 % (Jensen et al. 2013, Molist et al. 2014).

Fazit

Trotz rekordhoher Rohstoff- und Futtermittelpreise bleibt eine gute Futterverwertung der Schlüsselfaktor für die Produktionskosten. Progut und Progres verbessern nachweislich die Futterverwertung bei verschiedenen Tierarten und können so in der aktuellen Situation zur Senkung der Futterkosten beitragen.